Amberd

In der historischen Provinz Aragazotn, am südlichen Berghang  von Aragaz, am Platz, wo die Flüsse Arkaschen und Amberd zusammenlaufen, auf einer Höhe von 2300 m über dem Meeresspiegel lag die mittelalterliche Stadt-Festung Amberd. Laut der Untersuchungen vom berühmten russischen Wissenschaftler, Armenologen, der die Geschichte der armenischen Architektur untersucht hat-Nikolaj Tokarski- wurden einige Abteilungen der Festungsmauer  und der  Schloss im 7. Jh.  in der Zeit des Fürstenhauses von Kamasrakan errichtet. Die uneinnehmbare Festung Amberd gehörte zum Fürstenhaus Pahlawuni, und dank ihrer natürlichen Lage und der Anwesenheit der Schutzstrukturen galt sie als ein wichtiger militärischer Festpunkt des Königreiches von Bagratuni. Die Festung hatte eine Form des unkorrekten Dreieckes und an den verletzlichen Abteilungen war mit einer Festungsmauer mit Türmen besfestigt. Die Türme der Festungsmauer wurden dürch die Berücksichtigung der Besonderheiten dieses Geländes aufgebaut. Die gut abgezielte Lage der Eingänge bildete im Vergleich zum Anmarschweg ein uneinnehmbares Verteidigungssystem. Die Festung spielte eine große Rolle in der Verteidigung um die Stadt Ani und datiert aus den X-XIII Jh. Darüber informieren wir uns dank der historisch-archäologischen Untersuchungen des armenischen Orientalisten, Archäologen Howsep Orbeli im Jahre 1936 und der Werke der Universität der Archäologie und Ethnographie, der Akademie der Wissenschaften von Armenien unter der Leitung von N. Tokarski und S. Harutjunjan von 1963 bis 1972. Während der Ausgrabungen wurden eiserne Sachen, Waffen, Silberschmuck, Irdenwaren, gläserne und keramische Waren, goldene und kupferne Münzen, Kerzenhalter, bronzener Kondelaber usw. entdeckt. Das ist eine großartige Verteidigungserrichtung, die aus einigen historisch-architektonischen Denkmälern besteht: Festungsmauer, die Einfahrten der Schlüchte Arkaschen und Amberd, der Schloss, das Becken, Kapelle, bewohnbare Gebäuden und die Hauptkirche Wahramaschen, die auf einer Höhe neben der Festungsmauer Arkaschen unter der Schirmherrschaft von Wahram Pahlawuni aufgebaut wurde. In einer architektonischen Hinsicht ist die Kirche eine Kreuzkuppelstruktur. Die rechteckige Grundlage umfasst den Gebetsraum, die von innen runden fächerförmigen Spitze, und von außen kann man 12 Oberkanten der Trommel sehen. Von innen gibt es an den Wänden eine Aufschrift, die den Kirchenaufbau betrifft. Seit der Gründung hat die Amberd-Festung den ausländischen  zahllosen Eingriffen von den Eroberern gegenübergestanden, aber im Jahre 1236 haben die Mongolen die Festung erobert und sie vollkommen zerstört.  Trotz des unendlichen Appetites der Feinde, wurde die Festung immer wieder wiederherstellt und noch mehr erstarkt. Im 13. Jh. wurde die Festung erneut dank den Mühen der Fürsten Watschutjan wiederherstellt. Die Amberd-Festung hat ihre Bedeutung nach dеn türkisch-tatarischen Einfällen verloren und wurde am Ende des 14. Jhs. in den Zeiten von Timur Lenk verheert. Von Amberd sind die Schlossruinen und die Festungsmauer  von Amberd, die Kirche, das Bad und die Ruinen einiger Aufbaus gewahrt geblieben. In den Jahren von 1949-1972 wurden die Kirche und das Bad dank des Rekonstruktionsplanes des Architekten Ju. Tumanjan wiederherstellt, und die anderen endgültigen Restaurierungsarbeiten wurden in den Jahren 2005-2007 zu Ende gebracht.

3D view Amberd