Gandsassar

Das majestätische Kloster Gandsassar, das als alte angestammte Kirchhof und Sitz der Chatschen-Tals Fürsten gegolten hat- befindet sich auf den vom Fluss Chatschen link gelegenen Höhen der Ortschaft Wank in der Artsach’s Provinz Martakert. Seinen Namen hat es dank der im  Höheninnere existierten Erze von Silber und den anderen Metallen erhalten.

Das Kloster ist ein rechteckiges Gebäude mit den vom Inneren kreuzförmigen, in den vier Ecken zweigeschossigen Sakristeien. Es fällt durch seinen reichen architektonischen Zierrat auf, an die Innenwand der Kuppel sind Hochreliefs gestellt, die Vorbühne ist mit geometrischen Skulpturen verziert. Der Aufputz des Klosters fällt durch 16 Oberkanten der Kuppel und die schirmförmigen Kirchturmspitze auf. Diese Oberkanten sind von herausragenden Hochreliefs verziert, die Adam und Eva, Jesus Christus und Gottesmutter darstellen. Das Kloster hat die Rolle seines spirituellen Zentrums durch die stetigen sorgsamen Mühen der Dynastie von Hasan-Dschalaljan Prinzen aufbewahrt. Gandsassar hatte auch  reiche Manuskripten, ein Priesterseminar zur Verfügung, wo es hochwertige Handschriften geschaffen- und Geistige ausgebildet sein worden, die einen großen Beitrag zur Entwicklung des geistigen und kulturellen Lebens von Khachen und benachbarten Ortschaften vollkommen geleistet haben. Als erste schriftliche Botschaft teilt uns davon der Patriarch Anania Mokazi( zweite hälfte des 18. Jahrhunderts).

Nach den Untersuchungen hat die Macht von Nerkin Chatschen oder Chochonaberd 1214 der ältester Sohn Wachtang’s 2. (Tangik)  Hasan (Hajkas) Dschalal beerbt und die  von ihm angestammte Dynastie nach ihm benannt. In den historischen Quellen sind ihm einige Titel gewidmet worden: “großer Fürst”, “König Dschalal Dowla”, “Der fromme König Dschalal” usw.. Im Kloster befindet sich die Kirche Johannes’ des Täufers, die zwischen 1216 und 1238 auf Initiative von Hasan-Dschalal erbaut wurde. Sie ist am Wardawarsfest 1240 ausgesegnet worden, bei dem da auch der Patriarch Nerses aus Aghwank, ein Mönch, Bischöfe, viele Führer der Klöster von Armenien und 700 Priester anwesend waren. In den Friedenszeiten ist der Dschalal- der glorreiche Mann von Mamqan- im Jahre 1261 tragödisch gestorben, und die Frau hat sich für den Aufbau des Gandsassar Klosters’ Gawit entschieden, wo auch der Dschalal beerdigt ist.

Der Gawit ist mit kreuzenden Bögen bedeckt und sieht nach den Gawitsformen von Haghpat und Mshkawank Klöster aus. Im Jahre 1260 hat der Polizist Arghun- unter den Vorwand der Rettung des Tiflis(Tpghis) verlassenen georgischen Königs Davit (Lawscha’s Sohn) und georgischen Volkes und des Aufstandes gegen die Tataren-die Königin Gonza, Hasan Dschalal, den Sohn des Heerführers Saqare -Schahnischah und die Anderen verhaftet. Alle wurden außer Dschalal ausgelöst, wen der Arghun mit nach Ghaswin (Iran) genommen und  seine Religion zu verleugnen gezwungen hat. Hasan Dschalal hat seine Religion nicht verleugnet, weswegen haben die Arghun’s Folterknechte ihn zerfleischt. Auf Hasan Dschalal ist ein Licht gefallen und einem Perser ist geschienen, dass er heilig ist, hat  die Körperteile gesammelt und in einem trockenen Brunnen verborgen. Der Hasan Dschalal’s Sohn Atabek-Iwane hat die Reliquie seines Vaters mit nach Armenien genommen und schon im von seiner Mutter fertig erbauten Gawit beerdigt. Der Grabstein von Hasan Dschalal des Großen befindet sich bisher im Gawit des Klosters von Gandsassar.

Das Zentrum der Befreiungsbewegung hat seine Rolle bis 1815 nicht verloren, als auf Befehl der zaristischen Regierung des Russischen Reiches das Patriarchat von Gandsassar beseitigt wurde und stattdessen die Stadt Schuschi zur Residenz des Metropolits wurde. Rund im 1400 wurde Gandsassar erneut zur Residenz des Patriarchates von Aghwan (kaukasisches Albanien(Albania)). In den 16-17. Jahrhunderten haben sich die Vertreter der armenischen Befreiungsbewegung Israjel Ori und Howsep Emin mit den Patriarchen getroffen. Hier sind wertvolle und sehr wichtige Bücher geschrieben worden: die Sammlung der Gesänge von Matthäus Monoghona (15. Jh.), die in sich auch die Poesie über Alexander den Grossen enthält, und “Das Buch der Justiz”, das vom Patriarchen Johannes erschaffen wurde. Laut der historischen Tatsachen befindet sich die Märtyrerreliquie  Johannes des Täufers, seines Vaters Sakarie, Gregor des Erleuchters, seines Enkels Gregoris, des Arztes St. Pantaleon und anderer christlichen Heiligen. Dem Historiker Scharl Deli nach ist der Komplex von Gandsassar eines der fünf Meisterstücke der Weltarchitektur.

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