Hagharznawank

Der Kloster-Komplex Hagharzin ist einer der wichtigsten und mystischen Komplexe unserer jahrhundertalten Geschichte, der trotz der Angriffe der Feinde, die es von Zeit zu Zeit erobern wollten, sich majestätisch und stolz von einer tiefen Schlucht seit mehr als 10 Jahren  erhebt, umgeben mit dichten Wäldern von Tawusch.

Außer der weiten Narthizes, die mit Skulpturen geschmückt sind und der gastlichen Refektorien, ist Hagharzin auch für seine Grüfte der königlichen Dynastie von Kjurikjan bekannt, die sich auf dem Territorium des Kloster-Komplexes befinden. Die Anlage des ältesten Aufbaus-der Kirche von St. Gregor- wurde noch im 10. Jh. erbaut. Die Priester, die aus West-Armenien (zu dieser Zeit war Armenien unter dem Joch von Byzanz) geflüchtet hatten, hinterließen ihrer Nachkommenschaft eine großartige Kirche.

Von innen ist die Kirche kreuzförmig, und von außen rechteckig mit Sakristeien und einer majestätischen Kuppel, die späterhin von den Türken-Seldschuken im 12. Jh. zerstört wurde.  Erst im Jahre 1182 erstand sie dank dem König George III und den armenischen Fürsten von der Asche als Phönix auf. Am Ende dieses Jahrhunderts erreichte das geistige und kulturelle Zentrum von nord-östlichen Armenien den Höhenpunkt seines Aufschwungs dank dem Antistes und Vardapet, dem Musiker und Wissenschaftler Chatschatur Taronezi.

Dank den Mühen der Vassalen von Ivane Sakarjan-Atanes und Artawasd- wurden an die Kirche von St. Gregor einen Narthex, einen Gebetsraum und sogar Begräbnisstätte angebaut. Im Jahre 1244 wurde östlich von der Kirche eine nicht große  Kirche aus blauem Basalt aufgebaut-St.Stephan- eine Kopie des Hauptgebäudes. Im 11. Jh. wird das Gesamtbild durch noch einen Aufbau ergänzt:  durch die prächtigen Kirche von St. Gottesmutter, die im Laufe der Jahrhunderte  infolge der feindlichen zerstörenden Überfälle mehrmals wiederherstellt und sich erneuert hat.

Auf dem Territorium von Hagharzin kann man zierliche Kappellen und Chatschkars sehen. Der Komplex bekommt eine Ganzheit und Kunsfertigkeit dank dem Refektorium- ein Meisterstück der mittelalterlichen architektonischen Idee vom talentierten Architekten Minas. Nicht weit davon wurde eine Bronzeschale von 350 kg von den Archäologen ausgegraben (1232), die zur Zeit im Staatlichen Historischen Museum von Armenien ausgestellt ist.  Dieser alte architektonisch-historische Komplex ist im Zentrum der Aufmerksamkeit des Staates, und die letzten ausgedehnten Restaurirungsarbeiten wurden hier im Jahre 2012 durchgeführt.

In Hagharzin haben wir eine große Gelegenheit, die großartige und unverwechselbare Natur von Dilidschan zu genießen.

3D view Haghartsin