Haghpat

In der Provinz Lori, nicht weit von der Stadt Alawerdi auf einer Plateau mit tiefen Schluchten wurde der Kloster-Komplex Haghpat im Jahre 976 unter der Regierung des Königs Aschot Bagratuni vom örtlichen grauen Basaltstein erbaut. Der Komplex ist eines der größten Ausbildungszentren von mittelalterlichen Armenien. An der Universität haben Prominenzen von dieser Zeit von allen Seiten die Geheimnisse der Rhetorik, Grammatik, Musik, Miniaturkunst, Theologie studiert.  Hier wurden alte Handschriften und Memoiren illustriert, darunter fällt besonders  “das Evangelium von Haghpat” auf.

Seit den 12-14 Jh. wurde das Kloster Haghpat zur  Diözese des Königtums von Kjurikiden, und von Sanahin wurden die Grabgewölbe  der löblichen Dynastien mit Gebeinen auf Haghpat übertragen. Zu Beginn des 12. Jhs. im Jahre 1105 wurden Haghpat und Sanahin vom Emir der Seldschuken-Dsil  geplündert, und in den Jahren 1111-13 geriet das entkräftete örtliche Königtum in Verfall. Ab der zweiten Hälfte des 12. Jhs. bis den 14. Jh. gehörte Haghpat zur Dynastie von Arzruni, und dann übertrug sich es auf Sakariden. Im Jahre 1223 wurde die Festung von Haghpat auf Befehl von Iwane Sakarjan zur Absicherung des Klosters erbaut. Den Komplex ergänzen die Kirche von St. Neshan (erbaut vom Johannes Chatschezi), zwei Narthizes, drei kleine Kirchen, zwei Begräbnisstätte, ein Refektorium, eine Bibliothek mit einem eckigen Raum, ein Glockenturm, einzigartige Kapelle-Grüfte, bemalte Kreuzsteine (Chatschkars).

 Da für diesen Zeitraum die stetigen Bedrohungen von den Feinden bezeichnend waren, ist das Kloster durch Türme abgezäunt. Einer der ältesten Aufbaus von Haghpat ist von der Königin Chosrowanujsch (Gattin des Königs Aschot III) erbaute  Kirche (976-991), die mit Wandbildern verziert ist. Dies diente als ein hervorragendes Beispiel für die neuen Richtung in der Architektur des 13. Jhs. und in Zukunft hat es sich in den anderen Aufbaus dieser Epoche ausgeprägt.  Laut Überlieferung hat die Kirche der Archtekt Tiridat gebaut. Es ist vollkommen bemerkenswert der von der Tochter des Königs Kjurike-der Fürstin Mariam erbaute Narthex(13. Jh.), der sich auf der westen Seite am Platz der Gruft befindet. Der Antistes Hamasasp hat im Jahre 1257 einen anderen Narthex gebaut, der auch zur Zeit als “Haus von Hamasasp” bekannt ist.

Zum Schutz vor den opulenten Regenflüsse wurden auf der östlichen Seite, Grüfte, eine befestigte gewölbte Galerie und ein Bibliotheksgebäude errichtet. Im Jahre 1245 wurde ein dreieihiger Glockenturm mit bequemen Gebetsräumen aufgebaut. Auf der nördlichen Seite des Komplexes wurde ein Refektorium im 13. Jh. aufgebaut und Gedenkstätten aufgestellt. Vor dem Eingang der Kirche von St. Neschan gibt es einen großartigen “Erlöser”- Kreuzstein  (1273), der zu Ehren dem Heerführer Sadun angelegt wurde. Im 11. Jh.  wurde eine der mittelalterlichen Schatzkammer ausgesegnet- die reichste Bibliothek, die in Zukunft als Magazin und Lesezimmer eine der nahegelegnen Höhlen verlegt wurde. Nach etymologischer Erklärung bedeutet das Wort Haghpat -“feste Wand”, auch “Falle, Fallgrube”. Das ist eines der ältesten Klöster von mittelalterlichen Armenien. Das Kloster Haghpat ist in die Liste der Weltkulturerbe von UNESCO eingetragen.

3D view Haghpat