Noratus

In der armenischen Provinz Gegharkunik,  5 km nordöstlich von Gawar, am rechten Ufer des Flusses Gawar befindet sich Noratus- eine uralte Siedlung mit einer großen Anzahl der Denkmäler und Sehenswürdigkeiten- datiert mit den Bronze- und Eisenzeiten. Die derzeitige Siedlung  wurde im Jahre 1829 gegründet und befindet sich auf einer Höhe von 1934 m über dem Meeresspiegel. Noratus ist mit seinen wunderschönen zahlreichen Chatschkaren bekannt, weshalb man den Ort “Wald der Chatschkare” nennt. Chatschkar ist eine einzigartige authentische armenische nationale Kunst des Steinschnitzens.  In diesem eigenartigen Museum im offenen Himmel kann man einmalige Sammlungen der kunstvollen Chatschkare sehen, was einen mystischen Eindruck von Armenien erweckt.  Es gibt eine Meinung, dass  die vom Patriarchen Gegham im Mittelalter gebaute Festung- Siedlung von Gegharkunik- als Noratus bekannt war. Die aufbewahrten mittelalterlichen Aufbaus datieren mit den 9-17 Jh.. Der Friedhof ist mit seinen zahlreichen Chatschkaren, die als Gedenksteine  für die Rettung der abgeschiedenen  Seelen  dienen, allbekannt. Es sind Trümmer der alten Obelisken und Denkmäler, wie auch Chatschkare von der früheren Periode  aufbewahrt. Der Großteil von denen werden von den 13-17 Jh. erwähnt, mehr von denen aufgegliedert sind, die zu einer Begräbnisstätte der einen oder anderen Familie gehören. Man kann auch kleine, rechteckige Grüfte sehen, auf denen die Chatschkare gestellt sind. Unter den verstreuten Chatschkaren, die im Zentrum der Siedlung liegen, ist der älteste Chatschkar dem Aufbau der Brücke gewidmet und ist mit 1211 datiert. In Noratus haben viele talentierte  Meister-Steinmetzen gearbeitet: Melikset, Nerses, Kiram und andere. Nach der Zerstörung der Chatschkare in Dschugha, war Noratus der einzige Komplex, wo eine Mehrzahl der Chatschkare aufbewahrt waren und hält für einen großen Komplex dieser nationalen Kunst. In einer mit Noratus verbundenen Legende ist die Invasion der Feinde in Gegharkunik und der Krieg gegen den Fürsten Gegham beschrieben: damals hatten die Armenier eine kleine Anzahl der Soldaten und deswegen zogen sie ganz geschickt die Chatschkare eine Uniform an und erwecken so eine Illusion, als ob es da eine große Anzahl der Soldaten gibt. Der Schreck packte den Feind und er ergriff die Flucht, und Gegham fing an anzugreifen und vernichtete den Feind. Im Zentrum des Dorfes Noratus befindet sich eine Kirche von St. Gottesmutter, die am Ende des 9. Jhs. der Fürst Sahak aufgebaut hat.  Auf der nordöstlichen Seite befindet sich die Kirche von St. Gregor dem Erleuchter, höchstwahrscheinlich auch von den 9-10 Jh.. In Noratus, nicht weit von dem Ort Schor-Göl, in der offenen Begräbnisstätte wurden von den Eisen- und Bronzezeiten Gürtel aus der Bronze, eine Lanze, Armbänder, Ketten, eiserne Dolche, tönernes Geschirr und vieles mehr entdeckt. Trotz die ausländischen Eroberer unsere Wertigkeiten zerstören und die Spuren der Weltzivilisation von unserem Land löschen wollten, ist die traditionelle  Chatschkarenkunst in Armenien nicht vergessen worden und zur heutigen Zeit ist sie ein Teil unserer armenischen Kunst.

3D view Noratus