Swartnoz

Das reizende Meisterstück der armenischen Architektur vom frühen Mittelalter ist die himmlische Kathedrale Swartnoz oder Kathedrale von St. Gregor dem Erleuchter auf dem Ararat-Tal. Laut des armenischen Historikers und der überlebten griechischen Manuskripten  wurde die Kathedrale vom Patriarchen Nerses III Ischchanzi (Bauer) aufgebaut und deswegen hat er diesen Beinamen bekommen. Er war eine scharf- und feinsinnige Persönlichkeit und betrachtetete unbequem in der heiligen Stadt Wagharschapat zu leben. Aus diesem Grund hat er eine Kathedrale mit einer himmlischen Schönheit und Majestät in einer 7 km Entfernung von der Stadt in einem Plätzchen von Arapar  (643-652) aufgebaut, die die Zeitgenossen Kathedrale von St. Gregor dem Erlechuter aus Arapar genannt haben. Dem Historiker Moses Kaghankatwazi nach wurde die Kathedrale im Jahre 652 ausgesegnet. Man erzählt, dass bei der Kirchweih auch der byzanzische Kaiser Konstantin anwesend war, der so fasziniert von dem Aufbau war, dass er in seinem Heimatland auch so eine Kathedrale haben wollte. Er nahm den Baumeister mit, aber auf dem Weg ist er ums Leben gekommen. Der unerfüllte Traum von Konstantin ist in Vergessenheit geraten. Swartnoz war ein neuer Atem und ist als “ein neues Wort” in der armenischen Architektur geworden, und später hinterließ sie ihren Stempel auf viele andere Einrichtungen. Swartnoz wurde als eine eigenartige Krone der armenischen baulichen, statuarischen und dekorativen Kunst. In der Grundlage von Swartnoz wurden die Märtyrerreliquie von Gregor dem Erleuchter gelegt. Die Kathedrale befand sich an der Grenze von Arapar und Wagharschapat und daher haben wir den Namen der Kathedrale. Dazu können wir hinzufügen, dass der Ort für den Bau der Kathedrale nicht per Zufall ausgewählt wurde: In diesem Ort haben sich Gregor der Erleuchter, der vom  jahrelangen Einsperren befreit wurde, und der König Tiridat der III getroffen. Der Historiker Sebeos hat diese Kathedrale “Swartnoz” genannt: “…da hat er eine himmlische Kirche gebaut und sie als “Swartnoz”- Schlaf der himmlischen Soldaten oder Engel genannt, die in den Träumen von Gregor dem Erleuchter erschienen waren”. Auf diese Weise bedeutet “Swartnoz”- Kathedrale der himmlischen Engel. Vermutlich gab es am Platz der Kathedrale auch einen heidnischen Schrein, der dem Gott Tir gewidmet war und die Kathedrale wurde durch ein Erdbeben zerstört. Aus verlässlicher Quelle ist die Kathedrale bis zum X Jh. abgestanden. Noch am Anfang des XX Jh. waren die Ruinen der Kathedrale unter einer dicken Schicht der Erde. Im Jahre 1901 begann ein Mönch aus Etschmiadsin -Chatschik Dadjan- die Ausgrabungen der Kathedrale, im Jahre 1904 hat die Ausgrabungen der Architekt Toros Toromanjan geführt und es hat ihm gelangen nicht nur die Ruinen der Kathedrale zu entdecken, sondern auch des Patriarchenpalastes, einiger Räumlichkeiten, Bäder, Kirche, Grüfte usw.. Für den Domaufbau wurden verschiedene Arten vom Tuf, Trachyt und Bimsstein mit verschiedenen Qualitäten und Anstrichen gebraucht. Dank der harten Arbeit von Toromanjan wurde das ursprüngliche Aussehen des Sakramentes völlig wiederhergestellt. Im zentralen Teil des hohen runden  Hügels wurde eine Kirche aufgebaut und auf einem der überlebten Basreliefs kann man den Namen Johann (Hovhannes) lesen, eher hat man ihn im Namen eines der Architekten genannt. Die Ruinen herrschen über zauberhaften Kräfte und deuten auf die Majestät und Grossartigkeit der Kathedrale hin. 1980-90 wurden die Säulen der Sakristei der Kathedrale, Kapitelle mit adlerförmigen Basreliefs wiederhergestellt. Im Jahre 1937 wurde ein Museum nicht weit von Swartnoz errichtet, wo man viele Fragmente von der Ausgrabungen anschauen kann. Die Ruinen von uralten Swartnoz sind in die Liste der Weltkulturerbe von UNESCO aufgenommen.

3D view Zvartnots